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Heizung / Warmwasser

Die links aufgelisteten 5 Wärmequellen geben etwas veraltete Investitionskosten bzw. Heiz- und Warmwasserkosten wieder für 19 Varianten mit und ohne eine Wärmerückgewinnungsanlage (WRG). Hierin sind auch immer die Investitionskosten enthalten für den Fußbodenaufbau im Erdgeschoss. Alle Kosten sind Materialkosten zuzüglich Arbeitskosten.

Bei den Heiz- und Warmwasserkosten gibt es unter anderem die Anteile Lüftung und Warmwasser. Die EnEV nimmt bei der Lüftung eine Luftwechselrate von 0.60 / h an. Das heißt, dass die gesame Luft im Haus 14.3 Mal am Tag komplett ausgetauscht wird. Ein sehr hoher Wert. Bei den Warmwasserkosten geht die EnEV ebenfalls von sehr hohen Werten aus. In den Kostenberechnungen wurden daher die hohen Lüftungskosten mit dem Faktor 0.40 heruntergerechnet und deshalb die Gesamtheizkosten mit einem Faktor von 0.78 versehen. Die Warmwasserkosten wurden mit einem Faktor von 0.64  auf ein normales Maß heruntergerechnet. Die angegebenen Jahreskosten sind hiermit zwar realistischer, jedoch trotzdem nicht genau, weil sie abhängig sind vom Verhalten der zukünftigen Hausbewohner. Ob Gas, Luftwasserwärmepumpe oder Pellets: die Kosten für eine 4 bis 5-köpfige Familie einschl. Warmwasser und Hilfsstrom belauf sich auf ca. 900 € im Jahr. Stand April 2019.

Die 19 Varianten reichen von einem Konvektions-Holz-pelletofen mit OSB-Boden, statt Estrich, bis zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung im Estrich. Dabei ist die genannte erste Variante sehr preiswert und variabel. Die OSB-Platten können ohne Weiteres ausgebaut werden für Erweiterungsarbeiten oder für den endgültigen Einbau einer Fußbodenheizung mit Wasser- oder Gasbetrieb verkauft werden. Unter dem Aspekt von größeren Veränderungen in der Energielandschaft und zum Beispiel der Entwicklung und baldigen Vermarktung der ersten Brennstoffzellen für Häuser, der Unsicherheit der Erdgasversorgung, der Unsicherheit der Holzpelletspreisentwicklung und der angelaufenen Vermarktung sehr guter, preisgünstiger invertierender Luft/Wasser Wärmepumpen (z.B. Daikin Altherma), ist es vielleicht lohnenswert vielleicht zunächst „nur“ mit einem preiswerten Holzpelletofen oder Split-Klima-Anlage mit Invertertechnologie oder nur dem vorhandenen Werkstattofen über Luft zu heizen bei geöffneten Innentüren und einen preiswerten OSB-Fußboden einzubauen, um irgendwann eine Entscheidung für die endgültige Beheizung, sei sie auch bivalent, zu treffen. Die Verluste beim Weiterverkauf ließen sich leicht durch die gesparten Zinsen vorher ausgleichen. Natürlich wäre es auch möglich jahrzehntelang einen OSB-Fußboden zu nutzen. Besser gedämmt, als Estrich, wäre dieser auch noch. Kohlendioxid Emissionen sind fast null beim Heizen mit Holzpellets und das Geld bliebe in Deutschland.

Unter Einbeziehung der Haustechnik WRG-Anlage + Sole Wasser Wärmepumpe entspräche dieses Haus nach volkstümlicher Bewertung in etwa einem "3-Liter Haus". Unter Einbeziehung der Haustechnik WRG-Anlage + Gasbrennwerttherme entspräche dieses Haus in etwa einem "3.3-Liter Haus" und ohne einer WRG-Anlage mit einer Gasbrennwerttherme beheizt entspräche diese Haus in etwa einem "4.2-Liter Haus". Dabei wird nach Frauenhofer Institut der Primärenergiebedarf für das Heizen ohne Warmwasser in einem Jahr durch die Nutzfläche nach EnEV von 217 qm, (beheizter Bruttorauminhalt x 0.32) und durch den Heizwert eines Liter Heizöls von 11.4 kWh pro Liter geteilt.

Um das Haus nach Frauenhofer Institut als 3-Liter Haus mit Wärmepumpenheizung oder als 3.3-Liter Haus mit einer Gasbrennwerttherme beheizt zu klassifizieren, ist, wie oben beschrieben, eine WRG-Anlage erforderlich. Wirklich lohnen tut sich eine solche Anlage jedoch erst ab einem 3 Personenhaushalt. 1 bis 2 Personen lüften im Winter weniger, als die meisten WRG-Anlagen, die  das ganze Haus ständig mit Frischluft versorgen oder auch mit Zentralgerät aber mit Einzelraumregelung immer noch zu viel Strom verbrauchen. (Die Frischluft wird nur bei Anwesenheit dem Raum zu geführt). Aber auch für den Heizbetrieb mit einer Wärmepumpe ist eine WRG-Anlage für dieses Haus sogar auch noch für einen 4 bis 5 Personenhaushalt eigentlich bedeutungslos. Siehe Sole Wasser WP und Luft Wasser WP.

Eine Gasbrennwerttherme mit Warmwassererwärmung auf dem Dachboden oder im HWR ist möglich. Ein Gasanschluß im HWR ist hierfür vorhanden. Die Kosten sind in der Variante Gas-Brennwerttherme berechnet.

Vorhanden ist ein feuchtigkeitsunempfindlicher Schornstein für den Anschluß eines Kamins, Kachelofens oder Holzpelletofens im Wohnzimmer. Durch die zentrale Anordnung im Haus ist der Standort optimal gewählt. Ein unterirdisches Lüftungsrohr ermöglicht dabei nach wunsch auch einen Raumluftunabhängigen Betrieb der Anlage. Der vorhandene Werkstattofen mit 4 kW Heizleistung reicht aus das ganze Haus bei geöffneten Innentüren zu beheizen.

Die hydraulische Anbindung eines Kaminofens an die Heizungsanlage für die alternative Versorgung der Heizkörper und/oder Fußbodenheizung mit Wärme über einen Kaminofen mit hydraulischem Anschluss ist ohne Probleme mit einem Pufferspeicher möglich. Ein hierfür geeigneter wasser gebundener Kaminofen muss vom Käufer ausgesucht und bezahlt werden.

Der vollautomatische Betrieb eines primären Holzpelletofens im Wohnzimmer, welches eine andere Heizungsanlage komplett ersetzen kann, ist möglich. Das funktioniert mittels elektrischen Kugelhähnen, Saugförderschläuchen, Saugturbine (ggfs. die von der zentralen Staubsaugeranlage), einem Pelletbunker vor dem Haus (zur Zeit im Bau - April 2019), Vorabscheider (Pelletabscheider), einem Luftkompressor für die Entaschung und einer umgebauten Split-Klima-Anlage für heißes Brauchwasser im Sommer. Im Sommer soll nämlich der Pelletofen nicht in Betrieb gehen, wegen der ungewollten Strahlungswärme im Wohnzimmer. Die Kosten hierfür werden unter der Rubrik Holzpelletofen Wasser behandelt.

Fußbodenheizung im gesamten Haus ist möglich. Dabei sind in einigen Räume zusätzlich Plattenheizkörper notwendig. 

Gegenüber Gasbrennwertthermen oder Holzöfen haben Sole-Wasser-Wärmepumpen die niedrigsten Betriebskosten aber die höchsten Investitionskosten. Der Käufer hat hier die Entscheidungsfreiheit. Die Kosten hierfür werden unter Sole Wasser WP und Luft Wasser WP berechnet. 

Für dieses Haus ist der Einsatz einer invertierenden Luft/Wasser Wärmepumpe ohne Wärmerückgewinnungsanlage am sinnvollsten . Zum Beispiel die Altherma von DAIKIN. Siehe Variante 19.

 

Heizlastberechnung

Vluft = 452 m³

Awände = 170.4 m²

ADächer = 149 m²

AFenster = 37.98 m²

Atür = 3.45 m²

ABoden = 126.2 m²

Uwände = 0.18 W/K*m²

UDächer = 0.13 W/K*m²

UFenster = 1.3 W/K*m²

UTür = 1.3 W/K*m²

UBoden = 0.46 W/K*m²

Luftwechselrate = 0.25-1/h

Spezifische Wärmekapazität Luft = 1005 J/K*kg

Taussen = -12°C,

Tinnen = +20°C

DichteLuft 20°C = 1.204 kg/m3

1 J = 2.78*10-7 kWh

ΔUWärmebrücken = 0.01 W/K*m2

Heizlast HLTransmission = (170.4*(0.18+0.01)+149*(0.13+0.01) +37.98*(1.3+0.01)+3.45*(1.3+0.01)+126.2*0.4*(0.46+ 0.01))* (12 + 20) = 4200 W

Heizlast HLLüftung = 1005 * (12+20) * 452 * 1.204 * 2.78 *10-7* 0.25 * 103 = 1217 W

Heizlast HLGesamt = 4200 + 1217 = 5417 W

 

Alle U-Werte und Flächen aus EnEV Nachweis


Adresse und Besichtigungs-termine jederzeit unter rsk.rsk@freenet.de
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